Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
56
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Wärme ausgesetzt ist, und diesem an einer einzigen Stelle aus einerdort angebrachten Wärmequelle unaufhörlich Wärme zuströmt, sowerden nach und nach wegen der Wäcmcleitung auch die entfernte-ren Thcilc des Ringes eine höhere Temperatur annehmen. Aberdiese Temperatur-Erhöhung (abgesehen davon, woraus ich erst inder Folge komme, daß gleiche Wärmcquantitätcn nicht in allenKörpern verschiedener Art gleiche Temperatur-Erhöhungen hcrvor-bringcn,) ist von zwei Umständen abhängig, thcils von jenem Hcr-zusrrömcn der Wärme im Innern, thcils von dem Verluste anWärme, der durch Ausstrahlung und durch die umgebende kalteLuft hervorgebracht wird. Nach längerer Dauer der Einwirkungjener stets gleichen Wärmequelle entsteht ein Beharrungsstand, dasheißt, Thermometer in verschiedenen Puncten des Ringes ange-bracht, haben nun die Höhe erreicht, welche sic überhaupt erlangenkönnen, und wir fordern von der Theorie, daß sic angcbe, in wel-chem Grade ungleich dann die Temperatur in den verschiedenenPunctcn des Ringes ist, unter welchen Umständen die von derWärmequelle her zuströmcnde und die an der Oberfläche in diekalte Luft sich zerstreuende Wärme sich einander genau ausglcichcn.Eine andre Frage würde die sein, wie im Fortgange der Zeit, cheder Beharrungsstand erreicht wird, sich in einem bestimmten Punctedie Wärme ändert, und so auch, wie, bei aufhörcndem Zuflußneuer Wärme, die nun allmählig abnehmende, doch aber von deinerhitzten Puncte aus sich noch verbreitende, Temperatur sich ver-hält. Die Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen hängt vonder Kcnntniß der Mitthcilung der Wärme von Theilchcn zu Theil-chen im Innern des festen Körpers, aber auch von der Kcnntnißdes Wärmeverlustes an der Oberfläche, ab; dieser Wärmcverlustbesteht thcils aus der ausstrahlenden Wärme, thcils aus der denunmittelbar anliegenden Theilchcn mitgctheilten Wärme, und dieseletztere ist wegen des entstehenden Strömcns und der dadurch be-wirkten Hcrzuführung kalter, abermals Wärme raubender, Theil-chen ein vorzüglicher Grund der schnellen Abkühlung.

Auch im Innern der Körper kann man die Fortpflanzungder Wärme von einem Theilchcn zum andern als durch Strahlungentstehend anschcn, nur findet hier die Verschiedenheit statt, daßhie durch unmerklich kleine Zwischenräume getrennten Theilchcn