Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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der Schnelligkeit des Ersatzes an Wärme, die aus dem Innern desKörpers der Oberfläche zugcführt wird. Dulong und Petithaben diese Umstände einzeln berücksichtiget und so die wahrenGesetze der Abkühlung in der Luft gefunden. Um hiebei den Um-stand auszuschließen, daß bei festen Körpern die Wärme nicht ohneallen Zeitverlust aus dem Innern zur Oberfläche fortgesührt wird,oder daß die eigenkhümliche Leitung nicht so sehr schnell ist, bedien-ten sic sich einer mit Quecksilber gefüllten Glaskugel, die dannselbst auch als Thermometer diente und die nach bestimmtem Zeit-verlaufe noch ülrige Temperatur angab; Thermomcterkugeln vonverschiedener Größe zeigten ein gleiches Gesetz des Wärmeverlustes,indem zum Beispiel bei der einen wie bei der andern der Wärmc-verlust in l Min., wenn die Kugel 100" wärmer als der umge-bende Raum war, doppelt so viel betrug als bei einer Erwärmungvon 00 Gr. und ungefähr 8 mal so viel als bei einer Erwärmungvon 20 Er. Dieses Gesetz des verhältnismäßigen Fortgangs derAbkühlung blieb auch bei andern in die Kugel eingeschloffenen Flüs-sigkeiten gleich, obgleich das Quecksilber sich schneller als Wasserabkühlte und die größere Quecksilbeckugel eine längere Zeit zur Ab-kühlung brauchte, als die kleinere.

Nach diesen vorläufigen Versuchen, die deutlich anzugcbenschienen, daß die innere Leitungsfähigkeit dieser Flüssigkeiten keinenerheblichen Einfluß auf das Gesetz der Abkühlung habe, wurdennun zuerst Versuche im luftleeren Raume, wo also bloß durch Aus-strahlung Wärme verloren ging, angestcllt. Aber hier zeigte sich,daß nicht, wie man gewöhnlich annimmt und nach Newtonsund Mich manns Regel zu rechnen pflegt, der Wäcmeverlust ingleichen sehr kurzen Zeiten der Wärmediffercnz proportional ist,sondern wenn Las Quecksilber 240" warm war, der umgebendeleere Raum aber auf 0" erhalten wurde, so betrug der Wärme-Verlust in jeder Minute mal soviel, als wenn daS Quecksilber120» war und der leere Raum 0" blieb, und so bei andern Ver-schiedenheiten der Temperatur.

Die einfache Regel sollte hier für eine längere Zeit allmähligerAbkühlung die sein, daß wenn man den Wärmeverlust für 00 "Temperatur-Unterschied und für 80 Gr. Temperatur-Unterschiedkennte, man den für 100 Gr. als in gleichem Verhältnisse wachsend