Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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kochendem Wasser gefüllt hat, das viel schnellere Sinken des Ther-mometers in dem geschwärzten deutlich wahrzunehmen.

Man bemerkt diese ungleiche Ausstrahlung auch noch durcheine andre Beobachtung. Wenn man nämlich das polirte und dasgeschwärzte Gefäß gleich erhitzt, beide zum Beispiel mit kochendemWasser füllt, so bemerkt man bei Annäherung der Hand die strah-lende Wärme schon ziemlich entfernt von dem geschwärzten Gefäße,aber erst bei sehr großer Annäherung, wenn man sie gegen daSpolirte Gefäß hcranbringt. Leslic hat hierüber mehrere Ver-suche angcstcllt und Zahlcnbcstimmungen angegeben, wie viel dieunter verschiedenen Umständen durch Strahlung sich zerstreuendeWärme beträgt; darnach ist die Menge der ausstrahlcndcn Wärme7 mal so groß, wenn polirtes Silber mit einem dünnen Gold-schlägcrhäutchen bedeckt, als wenn cs ganz frei ist, und 10 mal sogroß, wenn cs mit Ruß bedeckt, als wenn cs frei ist. Ein Ver-such, der dies am besten zeigt, ist folgender von Leslie vorge-schlagene, der mit Hülfe eines Differenzthcrmomcters sich leichtanstellcn läßt. Man läßt einen Würfel von Blech verfertigen,dessen eine Seite vollkommen glänzend polirt, die andre matt ge-schliffen, die dritte weiß übermalt, die vierte geschwärzt wird. Manstellt (k'iA. 13.) einen Brennspiegel A.U auf, und bestimmt genauden Punct, wo ein in bestimmter Stellung I) angebrachtes Lichtsein Bild 6 hin wirst; in diesen letztem Punct 6, der in derNähe des Brennpunktes liegt, wenn man das Licht mehrere Fußeweit jenseits des Brennpunktes ausgestellt hatte, bringt man dieeine Kugel des Differcnzthcrmometcrs, in den Ort I) aber, wodas Licht sich befand, bringt man jenen Würfel, den man mitkochendem Wasser gefüllt hat. Hier zeigt sich nun die von demheißen Würfel ausstrahlende Warme dadurch, daß sie, zurückgcwor-fen und gesammelt durch die Hohlspiegel, das Thermometer 6 zumSteigen bringt; aber man bemerkt, daß dieses Steigen viel bedeu-tender ist, wenn man die schwarze Flache dem Spiegel zuwendek,daß das Thermometer weniger steigt, wenn die weiße oder die mattgeschliffene Fläche gegen den Spiegel gekehrt ist, und daß die Er-hitzung am geringsten ist, wenn die polirte Seite diesen Platz ent-nimmt. So lange das Wasser sich nicht erheblich abkühlt, kan»man diese Wechsel mehrmals nach einander Hervorbringen.