Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
25
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Fußes länger ist, als bei der Frostkälte, so macht dies doch, wennman eine Länge von 100i)t» Fuß ausmißt, schon 5» Fuß aus, undjeder Grad Wärme, um welchen man in der Angabe der Warmefehlt, würde auf I Fuß nur 19 Milliontel eines Fußes, aber auf1t»Ovt>» Fuß beinahe 2 Fuß Fehler Hervorbringen. Messungen,die sich mit einer vollkommenen Genauigkeit durch mehrere Brei-lengrade auf der Erde fort erstrecken sollen, fordern in der Messungder Standlinie die größcstc Genauigkeit, weil der hier begangeneFehler sich in gleichem Verhältnisse auf alle größccn Linien über-trägt/

Nach den französischen Maaßbestimmungen sollte 1 Meterder Zehnmillionste Theil des Erdquadrantcn, das ist, eines vomPole bis zum Aequator gemessenen Bogens auf der Mecresflache,sein ; aber der Messingstab, der in <»" Warme dieser Forderung ent-spräche, würde ihr bei 20 " Warme nicht mehr entsprechen, und sowird cs verständlich, warum man sagt, der Metermaaßstab haltebei der Kälte des gefrierenden Wassers 443,2!)<i par. Linien des-jenigen Pariser Normalmaaßes, welches 2 Toisen 12 Fuß144 Zoll 1728 Lin. bei 16 ^ " Ecnt. Wärme beträgt.

Die Rücksicht, die man bei barometrischen Höhenmcssungensowohl auf die Ausdehnung des Quecksilbers als auf die Ausdeh-nung der Luft durch die Wärme nehmen muß, ist schon bei denRegeln für die Höhcnmessung selbst betrachtet worden. Auchbei dem Gebrauche feiner Winkel-Instrumente muß man daraufsehen, daß keine Erwärmung, die leicht ein Verändern der Gestaltdes Instruments zur Folge hat, statt finde, und die Astronomensind bei der Genauigkeit, die ihre Beobachtungen fordern, hieraufzu achten genöthiget. Za selbst die Wände von Gebäuden sind einerKrümmung unterworfen, wenn sie an einer Seite erwärmt wer-den, und dies ist ein Grund, warum Instrumente auf hohenThürmen nicht als ganz feststehend anzusehcn sind.

C o m p e n sa t i o n s p c n d c l.

Unter den Veränderungen, welche die Warme bei unfernInstrumenten hervorbringt, ist diejenige vorzüglich wichtig, welchedie Pendel, oder in den Feder-Uhren die Spiralfedern, als Regu-latoren unserer Uhren, erleiden. Der Secundenzeigcr der Pendel-