Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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uns mit Wirkungen, die wir von Jugend NN gesehen haben, ohnesie uns deutlich zu erklären, vertraut zu machen, und uns zu zeigen,wie grade die Warme in die ganze Haushaltung der Natur, zwarauch zerstörend, aber doch vorzüglich belebend und heilsam cingrcist.Es ist wohl einleuchtend, daß mit diesen Andeutungen nur das aus-gesprochen ist, was jede Lehre vorzugsweise auszcichnct: denn kei-nem Theilc der Physik fehlt daS ganz, was der eine in vorzüglichemGrade besitzt, und es ist bekannt, daß auch die Wärmelehre durchunzählige nützliche Anwendungen dem praktischen Sinne sich sehrempfielt, daß auch sie unerwartete Erscheinungen kennen lehrt,und daß dagegen auch Licht und Elcctcicität als mächtig wirkendeMittel in das ganze Leben der Natur eingreiscn, und so weiter.

Wärme und Licht. Wärmcstoff.

Die Lehre von der Warme schließt sich nahe an die Lehre vomLichte an, theils weil Warme und Licht sich uns so oft vereinigtzeigen, daß wir zuweilen zweifelhaft werden, ob wir sic nicht alsverschiedene Wirkungen einer gleichen Ursache anschen sollen, theilsweil in einigen Fällen die Erscheinungen beider ganz offenbar abn-lichen Gesetzen folgen. Warum wir gleichwohl Bedenken tragenmüssen, die Wärme gradezu nur als Wirkung eben der Materie,der wir die Licht-Erscheinungen zuschreibcn, zu betrachten, wirdsich bei der Angabe der einzelnen Erscheinungen ergeben, und esläßt sich hier wohl nur die kurze Bemerkung voranstellen, daß auchdie Wärme zu der Frage Anlaß gegeben hat, ob sic durch einenvon Körper zu Körper übergehenden ausströmcndcn Stoff hervor-gebracht wird, oder ob nur die Undulationen des Aethcrs unserm Ge-fühle in der Warme, so wie dem Auge im Lichte, sich wahrnehmbarmachen. Diese Frage zu entscheiden, hat bier, wo die Erscheinun-gen sich nicht mit der Schärfe, welche das Auge erlaubt, verfolgenlassen, noch mehr Schwierigkeit, und ohne entscheiden zu wollen,was tiefere Untersuchungen einst ergeben mögen, finden wir es dochfür die Darlegung der Erscheinungen am angemessensten, voneinem Wärmestoffc, von seinem Ucbergangc von einem Kör-per zum andern, von seiner Verbindung mit den materiellen Thei-len der Körper u. s. w. zu sprechen, und dieses um so mehr, dazahlreiche Erscheinungen sich ganz so, als ob sie eine quantitative