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Memoire über die Gefangenschaft der Frau Herzogin von Berry
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vorhersah, aussprechen; mm aber die That geschehenist, und zwar unglücklich, so habe ich nur noch Bewun-derung für die großartige Hingebung einer Mutter andie Interessen eines Sohnes. Urtheilcn wir nicht überausserordentliche Dinge nach gemeinen Motiven. DerRuhm hat seinen geheimen Instinkt, seine verborgenenGründe, die den Augen des Alltagsmcnscheu eine Thor-hcit bedünkcu. Als Alexander die Eroberung Asiensmit 35000 Mann unternahm, war er da nicht unsinnig ?AIS Napoleon den St. Bernhard bestieg, um nachMareugo mitten in eine ungeheure feindliche Armee zustürzen, war er nicht unsinnig? Als er mit 150Soldaten die Insel Elba verließ, um geraden Wegesnach Paris zu marschircn, war er nicht unsinnig?

Die Herzogin war unsinnig, daß sie von Massaabreistc, um ganz allein ein Königreich zu erobern.Es ist ihr nicht gelungen; auch Napoleon hat keinGlück mehr gehabt. Diese Niederlagen sind Siege, denenFortuna allein ihre Flügel versagt hat. Alle größerenSeelen besitzen etwas Poetisches; sic fragen, warumsie sich nicht «ach den gewöhnlichen LebenSrcgcln be-nehmen, heißt soviel als sie fragen, warum sie nach demMechanismus ihrer Organisation und dem Drangeihres Genies handeln. Die Quasi-Legitimität wird niedie Fehler von Marie Caroline begehen; sie wird