seinen Nachbar erwürgt, so geschieht es nicht darum, daßer durch die Staatsgewalt zurückgehaltcn wird, sondernweil der Fortschritt der Civilisation ihm den Gedankender Gewaltthatigkeit nimmt. Keine Partei, kein Indi-viduum glaubt innerlich an die Dauer der bestehendenpolitischen Ordnung. Dies ist die schlimmste Stimmungder Geister für eine Regierung. Indem sic sich für stark,entschlossen und unerschrocken erklärt, indem sie dieWillkühr statt der Kraft, die ungezügelte Ungesetzlichkeitstatt des Gesetzes gebraucht, gicbt die Quasi - Legiti-mität selbst ihre Prinzipien auf, und sucht sich mitAllem, was ihr Furcht cinjagt, zu vergleichen und zuvertragen. Sic erhält sich durch nichts anders, als durchdie Drohung einer noch weit schlimmem Zukunft, als sieselber. Sie stellt sich als ein Nothfall dar. Wahrlichein sonderbarer Grund, mit dem sie das öffentlicheVertrauen in Anspruch zu nehmen wähnt! «Ich binnoch mehr werth als das, was da kommen wird,» sagtsie. Das ist nicht klar.
Die Nationalgarde, die man beargwöhnt, ist aneinigen Orten aufgelößt, an andern hat sie für dasVolk gegen die ministeriellen Autoritäten Partei er-griffen. So weit ist es auch mit den Munizipalräthengekommen. Zn verschiedenen Gegenden, in bedeutendenStädten, zu Perpignan, Grenoble, Lyon, Paris, in