Druckschrift 
Memoire über die Gefangenschaft der Frau Herzogin von Berry
Entstehung
Seite
31
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Man sagt uns, daß jene, welche der erhabe-nen Gefangenen so treu ergeben sind, Unrecht haben,das Ministerium anzuklagen, da doch das, was dieselbenfür eine strenge Maaßregcl nehmen, nichts als eineMaaßregel der Nachsicht und Schonung scy. Ihrereigenen größtmöglichen Sicherheit wegen werde Madamein einem Schlosse festgchalten; man will sie dem Urthcils-spruche der Revolutionärs entziehen. Die Regierungwird den Augenblick zu ergreifen verstehen und die Ge-fangene in Freiheit setzen. Seyen wir also ruhig; dieSchicksale Frankreichs und vielleicht die von Europa werdenunter einer Verantwortlichkeit stehen, die die ganze Größedieser Schicksale und Zukunft zu würdigen versteht.

Und wer sind jene, die da begehren, daß manihnen diesen Schatz anvertraue? Bilden sie einen Senatvon frommen, ehrwürdigen, in Staatsgeschäften ergrau-ten Männern, die immer fest und immer gerecht sicherwiesen und deren Weisheit und Gegenwart allein eineHemmkette den Leidenschaften des Haufens cntgegen-stellcn?

Unentwirrbare Widersprüche gehen aus der Anwen-dung des Willkührsystems hervor. An mehreren Punk-ten Frankreich sind Prozesse anhängig, die mit der Unter-nehmung der Herzogin in Verbindung stehen. DiesePrinzessin ist selber in zwei von diesen Prozessen vcr-