Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
309
Einzelbild herunterladen
 

309

unsere Person von der Seinigen. Aber das sollenwir fein lassen. Wir stecken, durch eine göttlicheZurechnung in Christo, und erblicken also in Christouns. Darum, o Lcvi Gottes, achte auf den Zurufdes Propheten: Tein Uriin und Tummim und indcmselbigcn dein Name bleibe bei deinem heiligenManne.

Ihr wißt, der Hohepriester trug das funkelndeAmtsschild mit den Namen Israels auf der Brust.Merkt cs wohl, ihr Leviten des neuen Bundes! Aufdem Herzen trägt Jesus eucrn Namen, auf demdurchstochenen Mutterherzen; und was das heiße?Hört es aus seinem eigenen Munde.Gleich wiemich mein Vater liebet, spricht er, also liebe icheuch." Freuen wir uns dcß, meine Bruder. WennEr uns so unaussprechlich lieben will, warum wol-len wir ihn nicht gewähren lassen? Darum auch indieser Beziehung bleibe dein Recht und dein Lichtbei deinem heiligen Manne! Nehmen wir uns nichtselbst von Seinem Herzen herunter. Freilich, Erumklammert uns fest und ewig, und so ist unsunsere Stelle in Seiner Liebe allerdings für immergesichert. Aber wir können uns von Seinem Her-zen nehmen, wenn auch nicht wirklich, so doch innnserm Gefühl und Bcwußtscyn; und wieschnell und häufig thun wir das nicht? Eine Un-treue oft, deren wir uns wider Willen schuldigmachten, oder eine geistliche Dürre, die wir ver-spüren; ein scheinbar zurückgcwicscnes Gebet, oder