Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
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ward, das sollst du bei Christo ewiglich beruhenlassen!"

Das Urim und Tummiin war also jenes vier-eckige Schildlcin, das, nach der Verordnung desHerrn, mit zwölf kostbaren, in Gold gefaßten Edel-steinen geschmückt, auf der Brust des Hohenpriestersruhcte. ES gehörte wesentlich mit zu seinem heiligenSchmucke, und war das unterscheidende Zeichen derhohenpricsterlichen Würde. Wenn nun Moses IMBlick auf Christum sagt: "Dein Urim und Tummiinbleibe bei Ihm!" so heißt das zuvörderst nichts an-ders, als: "Neiße dein Hohcspriesterthum nicht von2hm los; laß cs fein bei Ihm beruhen!" Aberwas ist das für eine Ermahnung? Kann es denngeschehen, daß Jesus aufhöre, eins seiner Kin-der vor Gott zu vertreten, und seine pricsterlichcFürsprache ihm wieder zu entziehen? Nimmermehr,meine Brüder. Aber wir können Seiner Vermitt-lung verlustig gehen in unserm Bcwußtseyn,wir können in einem gewissen Sinne das Hobc-priestcrthum von Christo wieder losrcißcn, und aufdie eigenen Schultern zurück nehmen; und davorwarnt uns Moses.

Dieses Losrcißcn des Urims und Tummimsvon unserm heiligen Manne geschieht zuvörderst sehrhäufig alsdann, wenn wir einmal wieder ich redevon Solchen, die zu Gott gezogen find von derSchwachheit unseres Fleisches übcrmaunt, und widerWillen zu neuen Fehltritten hingerissen wurden.