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2 (1831)
Place and Date of Creation
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so warm mrd reichlich von den Lippen strömt. Ihrwißt aber auch, daß diese andächtigen Ergüsse nichtselten, trotz der göttlichen Färbung, nur Blüthcnnatürlicher Bewegungen sind; ja, daß cs oftnur, genau besehen, Freude des alten Menschen istüber die erfahrne Rettung, was wir für eine geist-liche Freude in dem Herrn halten. Solche Täu-schung aber über uns selbst ist ein gefährlich Ding,bläht auf, macht sicher, und wen der Herr nun liebhat, den läßt er in dem Selbstbetrug nicht stecken,den enttäuscht er. In welchem Wege thut er das?Gemeiniglich dadurch, daß er uns nach der erfahr-nen Hülfe alsobald wieder in dasselbe Gedränge zu-rückstcllt, aus dem er uns kaum heransgerisscn.-/Gehe wiederum deines Weges durch die Wüste!"Jetzt muß cs zu Tage kommen, was vor Allem inder uns zugefallcncn Wohlthat so überschwänglichuns entzückte; ob der Geber und Seine Gnade,oder ob nur die Gabe und das sinnliche Wohlseyn.War das Erstere der Fall, so werden wir jetzt ganzanders in der Wüste stehen, als zuvor; isi's auchdieselbe Wüste wieder, wir werden getroster scpnund hoffnungsreicher; denn der Herr ist uns be-gegnet, und wir haben cs auf's Neue erfahren, daßSein Arm nicht verkürzt sey. Aber meistens kommtgar etwas Anderes zum Vorschein, wenn uns an nn-serm Horeb die unerwartete Weisung wurde:-"Gehewiederum deines Weges durch die Wüste!" Drei-fach verstärkt stellt sich nun das alte Verzagen wie-