Adel der neuen Geburt, — und schlugen die Harfen,oder flüstern einander zu: "Der Meister ist da!"oder erzählen: "Der Herr ist nur erschienen vonFerne!" oder beschauen unser» Schmuck und unsereSchätze, um die die Welt nicht weiß, oder liegenin den Fenstern gegen Aufgang, und athmen Mor-genluft, und erlaben uns an goldenen, glückseligenFernen, die unserer warten. O Jerusalem, wennich dein vergesse, so werden meiner Rechten ver-gessen! —
Wo ist geöffnet die Schatzkammer Gottes, undwo liegen die Kleinodien des Himmels ausgebrci-tet? Wo brennen die Fackeln des ewigen Lichtes,und die Friedens- und Frendenqucllc, die nicht ver-rinnet, wo sprudelt sie? Wo sichet die Seele hin-ein in die aufgeschlageucn Lebensbücher; wo trinktsie Oel aus dem Felsen, wo träufelt der Balsam,der alle Wunden heilet? — Wo doch, wo? — InJerusalem! — O wohl Allen, die dich segnen, Je-rusalem, und die deine Thorc lieb haben! —
Und was soll ich sagen von der obcrn Stadt,die jenseits des Jordans liegt, und hinter den Wol-ken. Wo die ewigen Palmen grünen, und die stil-len Wasser durch immer frische Auen fließen, unddie Engel spielen und singen unter den Bäumen.Dahin wandern wir, wir glücklichen Wandersleute,von Jerusalem nach Jerusalem, — und ihr wan-dert nach Tophct, zum Würgethal, gegen Mitter-nacht; wir in den vollen, heitern Morgen, und