4
über Alles erhoben fühlen, indem er die Weltsysteme mitihrem ganzen Inhalte zn begreifen vermag, ja sogar dieEntfernungen, Größen, Laufbahnen, Bcwcgunggcsctzc himm-lischer Körper bestimmt, und den Maaßstab an die Raumelegt, welche das Licht durchwandert. Die Wunder die sichda entdecken lassen, bemächtigen sich des Geistes und er-heben ihn zur großartigsten aller Beschäftigungen, nährenden Verstand, erfüllen und befriedigen das Herz mit denedelsten Regungen.
Wenn es nun auch wahr ist, daß nicht einem jedenSterblichen hicnicdcn der Scharfsinn eines Newton undKant, die Beobachtungsgabe eines Eopcrnicns und Linnü,die umfassenden mathematischen Kenntnisse eines Gaußund I.!» pl-ice zn Gebote stehen, so ist es doch offenbar,daß wir uns nur in dem Grade der Würde und Hoheitunserer Menschcn-Natur bewußt werden, in welchem wiruns mit diesen großen Resultaten menschlicher Forschungenbekannt machen, die sich eben sowohl in den zahllosenSternen, welche Gott in die Gebiete des Orion ausge-streut hat, als in dem Dufte der Blüthen, mit welchendas Haupt des Baumes geschmückt ist, eben so im Glänzedes Regenbogens, als im Farbcnschmclz der Blume, ebenso in dem leuchtenden Blitze, der vom Himmel znr Erdehcrnicdcrfährt, als im Phosphorlicht einer Rhizomorphaoffenbaren. Ja der Mensch, der da gelebt ohne die Naturund ihre mannigfacben, wunderbaren Erscheinungen kennenzu lernen, hat nur dem Namen nach gelebt. Gleich demunvernünftigen Thiere, welches wie vom Naturtrieb bewegt,Sorge für seine und seines Geschlechtes Erhaltung trägt,