— 296 —
nimm dein Lager auf den unvergänglichen Fel-sen der Gottcsverheißnngen — dann hast du denwahren Carmel unter deinen Füßen; — dannbist du am rechten Betört — am Ort der Er-hörung. Da seufze, flehe, weine — unddann stelle einen Wächter auf die Höhe, daßer hinausschaue — und dir sage, was sich be-gebe. — Möge er sechsmal kommen und sprechen,es ist nichts da, schicke ihn abermals hinausund schüre die Bctergluth aufs Neue; und bete-test du zuvor als ein Wurm — bete jetzt alsein Würmlein und eine Made — zum siebentenMale wird es heißen: »Siehe, eine Wolke ausdem Meer, wie eines Mannes Hand — es willregnen. — Ja wir sehen oft selbst nicht die Er-hörung unserer Gebete. — Könnten wir, wieElias einen Knaben stellen — sey es an dieSchmerzenslagcr derer, für welche wir Trosterflehen; sey es in die Mitte der fernen Liebenfür welche wir um Schutz und Gnade bitten;sey es an die Wiegen unserer Kindlein, für diewir das Geleit und die Bewahrung der En-gel begehren — oder wohin es sey — wie oftwürden wir mit freudigem Erstaunen erfahren,daß in demselben Augenblicke, da wir ihrethal-ben die Knie beugten, der Nothhelfcr in ihrerMitte gewesen sey, und ihnen gcthan habe, was