Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
258
Einzelbild herunterladen
 

25«

dieser Ehre willen, scy versichert, das wird dirwerden. Um Kronen darfst du bitten und umDiademe, wenn du sie nur darum begehrst, umsie zu den Füßen deines Gottes niederzuwerfenund seinen Thron damit zu schmücken. »Er-höre mich, Herr, erhöre mich!« schreit der Pro-phet, und schlagt mit diesen Seufzern an diePforte Gottes, daß der ganze Himmel davonhätte erdröhnen mögen. Und um was ringeter also mit dem Gotte Israels? Um sein eigenRecht? um seinen eigenen Ruhm? um sei-ne eigene Rettung? Das sey ferne.»Erhöre mich, damit dieses Volk wisse, daß du,Herr, Gott bist, und daß du ihr Herz darnachbekehrest« denn dazu reicht kein Zeichen undkein Wunder aus, das kann und thut alleinallmächtige Gnade. Verherrlichung Gottesund das Heil des Volks, in diesen zween Din-gen stand das ganze Ziel, das der Prophet beiAllem, was er that und sprach, vor Augen hat-te. Und was soll man nun am meisten be-wundern in diesem Gebete? des Propheten Eiferum seines Gottes Verklärung, oder die Inbrunstseiner Liebe für das versunkene Haus Israel;die crstaunenswürdige Freimüthigkeit, so großeDinge zu begehren, oder die felsenfeste Zu-versicht, in der er nicht zweifelt, Gott werde