gen, und selbst das Gebrüll und Getobe derHölle klingt uns nicht anders ins Ohr, als dieStimme des Sturms, wenn er draussen um dieFenster brauset, und wir sitzen traulich undwarm in sicherer Kammer. Die Sterne desHimmels, die zuvor zermalmend, wie die Au-gen einer unerträglichen Majestät auf uns her-unter starrten, reden nun mit uns, wie mit ei-nem Wandrer der Lampcnschimmer, der vonferne aus dem väterlichen Hause herübcrdämmcrt,und wenn die Donner durch die Wolken rollen,und die Blitze daherfahren, und sprechen: »Dasind wir; heißt es in unserm Herzen:« ein Sol-cher, ihr Töchter Jerusalem, ist mein Freund:ein Solcher ist mein Geliebter. Selbst dieTrübsal, die über uns daher fällt, führt freund-liche Rede mit sich, wie eine Ruthe, um diesich ein roth seiden Schleusten: windet, mit demsie eine zärtliche Hand zusammengebunden; undder Tod, dieser SchrcckenSkönig sogar, muß sichbequemen, uns zu Gefallen seine Zunge in Ho-nig zu tauchen, und nur sanfte Wiegenliederuns vorzusingen. So greift das »Hüte dich!«aus Gottes Munde ein, und lehret Bären girrenwie die Tauben. Einen Beleg dazu finden wirauch heute wieder in der Geschichte unseresPropheten.
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