Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
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»Du sollst vom Bache trinken, und die Ra-ben sollen dich daselbst versorgen.« So derHerr; und wie wunderlich und unerhört dasklingen mochte, Elias beugte sich und glaubte,und sein Glaube hat ihn nicht betrogen. Esward alles Ja und Amen, was der Herr gere-det hatte, und blieb von allem nichts dahinten.Es wahrte nicht lange, da war das ganzeLand wie eine Heide, und Feld und Wald glicheiner öden Brandstatt; nur in einem Grundeblicbs grün und kühlig, in der Bergklust desPropheten. Alle Quellen versiegten, und rei-ßende Waldbäche trockneten aus unter schwülerSonnenhitze; nur ein Bächlein blieb am Rau-schen, das Bächlein Crith, das blieb so klarund kühl und frisch und voll, als wäre nichtsgeschehen. Und die Naben thaten auch ihrAmt. O Wunder! dieses raubgierige und un-ersättliche Geflügel, unrein nach dem Gesetze,und so gefräßig, so gefühllos, daß es die eige-nen Jungen würde verhungern lassen, wennnicht Gott ins Mittel träte, wie er spricht zuHiob: »wer bereitet den Naben die Speise, wennsie zu Gott rufen, und fliegen irre, wenn sienicht zu esse» haben?« diese Thiere begegnenuns hier in Geschäften der uneigennützigstenLiebe, der Natur und Art ihres Geschlechts wie