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Anblicke seines Opfers und seiner blutigen Ver-dienste, mich labe und weide an dem kühlenWasser seiner ewigen Zusagen und Verheißun-gen, dann stehet der Herr vor mir, und ist sol-ches die herrschende Richtung meines inwendi-gen Lebens geworden, so mag ich ja wohl vor-zugsweise ein beschaulicher und ein eingekehrterChrist genannt werden. Ich stehe dagegen vordein Herrn, wenn ich vor allem begehre, daßder Wille des Herrn mir jederzeit recht offenbarwerde, und ich von einem Augenblicke zum an-dern nichts anders thucu möge, als was Ihmgefalle und zu seiner Ehre diene. Wenn ichmeine Augen wacker halte, und gleichsam aufden Posten stelle, die Signale meines Königszu erkunden, und die Ohren meines Geistesspitze, zu vernehmen seine Stimme und Be-fehle in mir und außer mir; wenn mich ver-langt nach seinen Winken, um den Weg sei-ner Gebote zu laufen, und meine Seele eifrigfür des Herrn Sache und Ehre, ohn' Unter-laß mit dem Dichter singen möchte: »Waswillst du, Herr, das sage mir; ich klopf, achthu doch auf die Thür; ich ruf' und schrei, duhörst es wohl, was willst du Herr, das ichthun soll? — Dann stehe ich vor dem Herrn. —Und ist dies vorherrschender Charakter, so ge-