;6s Dreyssigster Abschnitt.
§. 2Z.
Der Drarzieher richtet anfangs das eineEnde des Riemens mit dem Hammer undder Feile, durch das Ziebloch, und windetden gezogenen Drat, durch ein anderes Zieh-eisen, auf eine Winde oder Scherbe, derenWelle im untern Stockwerke einen Trillinghat, welcher von einem Kamrade, an derDaumwelle, umgetrieben wird, so bald derArbeiter beyde mit einander in Verbindungsetzt.
.§- 24.
Damit der Drat nicht spröde werde, mußer jedesmal, ehr er durch ein engeres Lochgezogen wird, geglühet und in Unschlitt ab-gelöscht werden. Zuletzt wird er durch dieBeitze oder durch ein Sauerwaffer vomSchmutze gereinigt, und jum Theil zu Na-deln, Clavirsaiten, unächlen Tressen u. d vonbesondern Arbeitern, die man Scheibenzie-her nennet, verfeinert.
I. Die Kunst aus einigen Metallen Fäden zumachen, kan wohl den ältern Lüstern nichtabgesprochen werden. Im Schütte vonHerculancum hat man massive goldene Tres-sen, ohne Seide oder andere Unterlage, ge-funden, die also ungemein kostbar gewesensind. Aber die Erfindung, durch Hülfe ei-nes Räderwerks die Metalle mit Zangendurch enge Löcher zu ziehn, gehört den Teut-schen,