Bereitung des Schießpulv. §. n 5Z5
2. Vom geglätteten Pulver entzündet sich beymSchusse weniger, als von dem gemeinen,weil die Theile des letztern lockerer liegen,und also leichter und geschwinder Feuer fan-gen können. Dennoch zieht man bey derJagd das erstere vor, weil es bequemer ist,und weniger schmutzt.
z. Die Ursache, warum einiges Pulver dasGewehr mehr als ein anderes verunreinigtoder verschleimt, liegt darin, daß die Massenicht genugsam gemischt worden, deswegenes sich nicht schnell genug entzündet. Es giebtalsdann einen Geruch nach Schwcfelleber,deren Dämpfe daS Gewehr angreifen undzernagen.
4. Alles Pulver verwittert mit der Zeit, undmuß alsdann wieder umgearbeitet werden.—Mit Vergnügen mache ich bey dieser Gele«genbeit zuerst einen Versuch bekant, den Hr.von Lrerv, General-Major der Artillerie, imJahr 178a zu Harburg angestellet hat, und derzur weitern Untersuchung und Nutzung em»pfohlen zu werden verdient. Herr Obersterließ Pulver in sehr dichte Tonnen packen,solche auswärts mit stark geleimtem undalauntem Papier bekleben, ganz in geschmol-zenes Pich eintunken, darauf mit Sack-leinwand umwinden und noch einmal in Picheintunken, und alsdann in den Graben derFestung unter Wasser henken. Nach 2y Ta-gen fand man das Pulver in den Tonnenganz trocken und nicht nur unverschlimmert,sondern so gar stärker, als dasjenige, wasunter dieser Zeit nach der gewöhnlichen Wei-se in Magazinen verwahrt gewesen war.
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