Glasmacherkunst. §. 11.12. z 8 s
muß, als die, welche, das Glas zu schmelzen,nöthig ist. Auf den meisten Hütten fülletman grosse Töpfe oder Kapseln aus feuerfe-stem Thone mit der noch heissen Waare, dieman nach einigen Stunden aus dem Kühl-ofen nimt, zudeckt und langsam erkalten läßt.
1. Der Kühlo/en gleicht völlig dem §. 7. be,schriebenen Calcrnirofen, und nicht seltendient einer zu beyden Absichten. Auf eini-gen Hütten ist er auch über dem Schmelz-ofen angelegt.
2. Die Nothwendigkeit der allmäligen Abküh-lung erkennet man aus den kleinen Bolog-neser Flaschen und den Glasrröpfchen, dieman auch Springkolben nennet. Die letz-ter» tscrimas vitrese, vitrum llülancium,brachte Prinz Ruprecht im Jahre lüülaus Tcutschland nach England. Sie gera-then aus wcissem Glase nicht so leicht, alsaus grünem, aber falsch ist es doch, wennman sagt, sie könten aus jenem gar nichtverfertigt werden. Ich habe grüne und weis-se. Die ersteren, xliialse bononienle», wa-ren einigen Glasmachern längst bekant, abererst ums Jahr 1740 sind sie von Paul Bap-tist« Balbus den Naturforschern bekant ge-macht, und Bologneser Flaschen genant wor-den.
§. l2.
Auch das Tafelglas, welches vornehmlichzu Fensterscheiben dient, wird geblasen. Manverfertigt zuerst hohle Walzen, die man Tu-B b ren