288 Vierzehnter Abschnitt.
und entweder roth, oder gelb, oder schwarzu. s. w. gefärbt.
i. Der Graf von Maurepas schickte, als erMinister des Seewesens war, im Jahre 1730den bekanten Granger nach der Levante, umdort die Daffiangerberey zu lernen. Nachden von diesem eingeschickten Nachrichten,ward im Jahre 1749, zu St. Hippvlyte inOberelsas, eine Manufactur angelegt, die1765 grosse Freyheiten erhielt, nnn abcrschongänzlich eingegangen ist. Vor einigen Iah,ren schickte die Londoner Gesellschaft zurAufmunterung der Künste in gleicher Ab,sieht, einen Armenier, namens Philippo,nach Kleinasien, nach dessen Berichte man inLondon einige glückliche Versuche gemachthat. Granger und Philippo kommen in denHauptsachen mit einander »herein, und ver-muthlich ist das Verfahren, selbst in der Le-vante, nicht an allen Orten und bey allenArten einerley. In Teutschland hat einer,namens Binkebank, zu Halle eine Mann«factur angelegt gehabt, die, ungeachtet siegute Waare geliefert, dennoch, wegen Sel-tenheit oder Theurung der Aiegcnfellc, wie-der eingegangen ist. Jetzt sollen zu Calw imWirtcnbergischcn jährlich 12002 Stücke Saf-sianfelle gegerbt und gefärbt werden. DieZiegcnfelle werden in der Schwcitz und inGraubündten eingekauft. Die besten kom-men von den Appenzeller und den benach-barten Gebürgcn; die aus Walliserlande sol-len nicht recht tauglich seyn. Ueberhaupt istman bey den Europäischen Nachamungenin manchen Stücken von dem LcvantischcnVerfahren abgewichen, und hat auch deswe-gen nicht völlig einerley Waare erhalten.
s.