wachsbleicherey. §. z. 241
nen kleinen unterirdischen Kanal, wodurchdas Wasser, was über das Wachs verbrei-tet wird, ablauft. Auf diesen Banken zer-schmilzt das Wachs nicht einmal in Sparuicn, wo diese Einrichtung erfunden seynsoll. Wider den Wind bedeckt man es mitNetzen. — Jetzt kau ich von.dieser Einrich-tung folgende Nachricht beyfügen, die ichdem Herrn w M. von Miedern aus Lief-land verdanke, einem meiner Zuhörer, derauf seinen Reisen viele nützliche Kentnisscnfür sein Vaterland gcsamlet hat. Ich sah,schrieb er mir, diese Bänke zuerst auf dergrossen Wachsbleichere») des H. Pascal zuMarseille. Sie sind durchaus von Backstei-nen gemauert, größtentheilö so Schuh lang,7 Schuh breit und 2^ Sch. hoch; oben sindsie mit einem 4 Zoll hohen Rande versehn,damit das Wachs nicht herunter fallen kön-ne, und nach einer Seite sind sie etwas ab-hängig, damit das Regcnwasser durch diean den Seiten angebrachten Löcher so gleichablaufen könne. Das Wachs, welches hiernur gekörnet, nicht bebändert wird, liegt aufLeinewand, die auf diesen Bänken vermit-telst kleiner Häkchen aufgespannet wird; sobleibt es zum erstenmal zehn Tage, undzum andcrnmal fünf oder sechs Tage liegen,unter »reicher Zeit dasselbe alle morgen undabend umgerührt, nie aber mit Wasser an-gefeuchtet wird. Solcher Bänke waren beyH. Pascal gegen ss Stück und jede vondenselben kam ihm,, wie er mir sagte, auf2Z0 Livr. oder gegen 50 Thr. zu stehn.
§- 4 -
s.