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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
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Seifensiederey, §.4.5. 2 Zs

so aus einander, wie man die gefärbten Wolrkcn zu haben verlangt.

S. Thran wird viel in Holland gebraucht, wel-ches hingegen in Frankreich durch Gesetzeverbothen ist, und in Vrabant müssen dieSeifensieder schweren, ihn nie zu brauchen.

§. 5 .

Das mineralische Alkali giebt meistenseine festere und trocknere Seife, ju derenScheidung aus der 4auge (§. Z.) kein Koch-salz nöthig ist. Die schönsten Arten sind dieVenedigsche und Alieantische Seife, die ausdem reinsten Sodesalze, und schönsten Baumrvhl oder Mandelöhl, bereitet werden.

I- In Italien, Spanien, Frankreich, Ungarn,Siebenbürgen, bedient man sich zu den fe-sten Seifen nur des mineralischen Alkali,entweder des natürlichen, wie um Debrezin,oder des Sodesalzcs- Es muß durch leben-digen oder ungelöschten Kalk atzend gemacht,oder von der Luftsaure befreyet werden. Aberin Teutschland ist das vegetabilische Alkalifast allein gebräuchlich, und nichts desto we-niger erhält man, durch kunstmässige Berei-tung, eine wohl trocknende Seife.

L. Auch ohne Kochen oder ohne Feuer, läßt sichSeife bereiten, aber nicht mit Vortheil, auchsoll diejenige, welche auf diese Weise in einerFabrike zu Cette gemacht wird, nicht die be-ste seyn. Kalk ist auch nicht durchaus noth-wendig.

§. 5 ,