Ser'fensiederey. §. z. 2zz
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In Teutschland wird die meiste gemeineweisst oder gelbgraue Seife aus Aschenlaurge, ungelöschtem Kalke und Talg oder Umschlitt gemacht. Man kocht diese Mischungin einem Kessel, scheidet die Seife durch Koch-salz, und gießt sie in hölzerne Formen.Nachdem sie fest geworden, zerschneidet mansie mit einem messingenen Faden in beque-me Stücke.
1. Die Lauge, welche ihre gehörige Stärke hat,wird die Meisterlaugc genant. Man machtsie-in Zlcschertonncii, dergleichen sich diePotaschsieder bedienen.
2. Das Kochsalz scheint durch das Laugcnsalzgetrennet zu werden, und das mineralischeAlkali desselben scheint mit in die Seife zugehn, und dieser dadurch die Gerinnung unddie Festigkeit zu bewürken, welche die mit
' mineralischem Alkali bereitete Seife, auchohne Zusatz des Kochsalzes, erhält. Jedochmag letzteres auch jene Würkung durch dieScheidung des Wassers von der Seife be-fördern.
z. In grossen Scifensicdercyen hat man Aeschcrmit unterstehenden Sumpfen; Bütten zurAufbehaltung der Lauge; Kessel zum Schmel-zen des Talgs; und noch andere, die, nachArt der Färbckessel, eingemauert, und miteinem Sturz oder Aufsatz versehn sind, zumSieden der Seife; einen Aescherbodcn; einenluftigen staubfreyen Platz zum Trocknen derP 5 Sei-