Bierbrauer-ey. §. 12. 169
durch den Hopfenkorb in Rinnen gefnlletwird, welche es in die Kühlkessel leiten.
2. Es ist nicht wohl möglich, die. zu einemGebrauhe nöthige Menge Hopfen genauanzugeben; aber wenigstens solte man sienach dem Gewichte, nicht nach dem Schef-fel, bestimmen.
z. Den Hopfen kanten die ältesten Botanikernicht, und es ist .sehr wahrscheinlich, dasser, wie viele Küchengewächse, erst zur Zeitder Völkerwanderung in Europa bekant ge-worden ist. Isidor sagt, sein Gebrauchsey zuerst in Italien versucht worden, wa-lafrid Strabo im neunten, und Aemi-kius Maccr im folgenden Jahrhunderte,haben des Hopfens nicht gedacht. Auchkömt er nicht in Lapitulare fls villis impe-rstoris vor, welches gemeiniglich Carl demGrossen zugeschrieben wird, und worinsehr viele Pflanzen, welche auf den kayser-liehen Mayerhöfen gebauet werden solten,genant sind. Dennoch war er in Teutsch-land schon zu den Zeiten der Carolinger bekant.Schon in einem Schenkungsbriefe KönigsPipins werden Hopfengarten, kumulona-riae, genant, und in den von dem Corbey»ischen Abte Adalard im Jahre 82r er-theilten Statuten, werden die Müller desStifts von der Hopfenarbeit befreyet. dlo-flii umuli, Kumuli, kumulonis, kommenschon unter den ältesten Lieferungen an Kir-chen und Klöster vor. Die Engländer sol-len den Nutzen des Hopfens im Anfangedes sechzehnten Jahrhunderts durch Leuteaus Artois erlernt haben; aber lange Zeitward er als eine Verfälschung des Biers. L s an»