B. F r a n k l i >r
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sclnd Verfolges und Verfolgte gewesen waren. Dieersten Christen hielten die Verfolgungen, die sievon den Heiden erduldeten, für äußerst ungerecht,übten sie aber gegen einander selbst aus. Die erstenProtestanten der englischen Kirche tadelten die In.toleranz der römischen Kirche, waren aber selbstgegen die Puritaner intolerant. Diese warfen derbisch östlichen Kirche ihren Verfolgungsgeist vor, fie-len aber sowohl in England als in Amerika in den-selben Fehler. Man wird dicß leicht begreifen,wenn man sich erinnert, daß die Lehre der Duldungdamahls noch nicht bekannt war, oder doch erstunmerkliche Fortschritte gemacht hatte. Der Ver-folgungsgeist war also nicht sowohl ein Fehler derEckten, als der Zeiten: er galt an sich nicht füretwas Böses. Die herrschende Meinung war blos,die Irrenden sollten die Wahrheit nicht ver-folgen, wohl aber waren die Bekenner derWahrheit befugt, den Irrt hum zu verfolgen,um ihn zu vertilgen. Nun glaubte aber jede Sekte,sie sei) allein im Besitz aller Wahrheit, und jederSatz, der von den ihrigen abweiche, sty Jrrthum.Sic wähnte daher, Verfolgung, wenn sie in ihrerMacht stehe, sey eine Pflicht, welche Gott, der
ihrer