Druckschrift 
2 (1794)
Seite
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kleine Schriften. 2Z§

le Misbräuche sich eingeschlichcn hatten, und eineVerbesserung derselben in Vorschlag kam, der^öbelsich eben so benahm, wie das crstemahl. So wiesie Mosen des Ehrgeizes, sich zum Fürsten machenzu wollen, beschuldigt und geschrieen hatten: Stei-nigt ihn, steinigt ihn; so lasierten sic jetzt,von ihren Hohenpriestern und Schriftgelehrten auf-gcwiegclt, den Meßias, er strebe danach, Königder Juden zu werden, und schrieen: Kreuzigeihn! kreuzige ihn! Aus diesem allen könnenwir schließen, daß die Widersetzlichkeit des Volksgegen eine öffentliche Maasregel kein Beweis fürihre Verwerflichkeit sey, selbst dann nicht, wennMänner von Ansehn die ersten Urheber der Op-position sind, und an der Spitze derselben stehn.Doch, eh ich schließe, bitte ich, mich recht zu verstehen.Ich folgere nicht so: unser Gcneralkonvent muß,als er die neue Bundeskonstitution verfertigte, ei-ner besondcrn göttlichen Offenbarung genoßcn ha-ben, denn diese Konstitution hat heftigen und un-vernünftigen Widerspruch gefunden: -- ich mußnur gestehn, daß mein Glaube an eine allgemeineWeltregierung durch die Vorsehung zu groß ist,um mich zu überreden, eine Angelegenheit von sol-cher