kleine Schriften. 205
sie gelegentlich entweder selbst Schleichhandel trei-ben, oder doch den Schleichhändler durch die Ab-nahme seiner Maaren aufmuntern.
Auf diese Betrachtungen wurde ich neulich ge-leitet, als ich zwei) Männer vom besten Ruf überein kleines Landgut sprechen hörte, das der einekaufei», der andere verkaufen wollte. Der Verkäu-fer bemerkte in seiner Anpreisung ausdrücklich diegünstige Lage deßclben an der Seeküste einerSchleichhandel treibenden Provinz, wo cs folglichhäufig Gelegenheit gäbe, theurc Maaren, die manin einer Familie brauche, als Thee, Kaffee, Scho-kolade, Weine, Spitzen, französische Seidcnzcuge,allerhand indische Maaren, um zwanzig, dreyßig,manche sogar um fünfzig Procent wohlfeiler zu kau-fen, als man sie im Innern des Landes von Kauf-leuten, die die Abgaben bezahlen müßten, habenkönne. Der andere ehrliche Mann, gestand zu,daß das ein Vorzug wäre, behauptete aber, derVerkäufer bringe ihn bei) seiner Forderung zu hochin Anschlag. Keiner von beyden hielt es also ei-nem ehrlichen Mann für schimpflich, sich mitSchleichhändlern cinzulaßen, so bald er sich
seine