i6o B. Franklins
ich überzeugt, bei) unpartheyifchcr Prüfung, aufden ewigen Grundsatz der Gerechtigkeit und Billig-keit : daß die Strafen i in Verhaltniß mitden Verbrechen stehen in äßen, gegründet,folglich vernünftig, die Antwort des Richters aberunmenschlich und unvernünftig finden: wenn gleichjener Verfasser wünscht, »daß alle Richter dieselbe»auf den Visitationen mit sich nehmen, und ihrem„ Gemüthe als einen weisen Grund für alle Straf-gesetze, zu deren Vollstreckung sie berufen sind,«einpragcn mochten/' Sie setzt, fahrt er fort, zu-» gleich die wahren Gründe und Ursachen aller To-desstrafen in das Licht, daß nchmlich das Eigcn-»thum und Leben jedes Einzelnen für heilig und»unverletzlich gehalten werde-" " Ist denn aberkein Unterschied in dem -Werthe von Eigenthumund Leben? Wenn ich für recht erkenne, daß das^ Verbrechen des Mörders nicht allein als eine ange-mcßcne Strafe des Verbrechens, sondern auch,um überhaupt Mordthaten zu vcrhüthen, mit demTode bestraft werde; folgt daraus, daß ich die An-wendung derselben Strafe auf eine kleine Verletzungmeines Eigcnthums durch Diebstahl billigen muß?Bin ich selbst nicht so grausam, so blutdürstig und
rach-