Druckschrift 
Shakspeares Maedchen und Frauen
Entstehung
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SILVIA.

SILVIA.

-Jüngling! da du so

Dein Fräulein liebst, verehr ich dir dies Geld,Gelial) dich WObl. (sie geht ab.)

JULIE.

Wenn du sic je erkennst, sagt sie dir Dank.

Ein tugendhaftes Mädchen, mild und schön.

Ich hoffe, kalt empfängt sie meinen Herrn,

Da meines Fräuleins Liebe sie so ehrt.

Wie Liebe mit sich selber tändelt! Ach!

Hier ist ihr Bild. Ich will doch sehn. Mich dünkt,Mein Antlitz wäre, hält ich solchen Schmuck,Gewiss so reizend, als ihr Angesicht.

Und doch der Maler schmeichelt ihr ein wenig,Wenn ich mir selbst zu viel nicht schmeich ein magIhr Haar ist braun, mein Haar vollkommen gelb.

Ist dieses seines Leichtsinns einzger Grund,

So schmück ich mich mit falschem braunem Haar.Ihr Aug ist grau wie Glas; so ist auch meins.

Ja ! doch die Stirn ist niedrig, meine hoch.

Was kanns nur seyn, was er an ihr so schätzt,

An mir ich ihn nicht shätzend machen kann?

Die beiden Veroneser. Act IV, Scene II.