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Shakspeares Maedchen und Frauen
Entstehung
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CASSANDRA.

( T H 0 1 L U S l; XI) C li E S S IDA. )

Es ist die wahrsagende Tochter des Priamus, welchewir hier im Bildnisse vorführen. Sie trägt im Herzendas schauerliche Vor wissen der Zukunft; sie verkündet» den Untergang Ilions, und jetzt, wo Hektor sich waff-

net, um mit dem schrecklichen Peliden zu kämpfen,fleht sie und jammert sie. .. Sie sieht im Geiste schonden geliebten Bruder aus offenen Todes wunden verblu-ten... Sie fleiit und jammert. Vergebens ! niemand hörtauf ihren Rath, und eben so rettungslos wie das ganzeverblendete Volk, sinkt sie in den Abgrund eines dun-keln Schicksals.

Kärgliche und eben nicht sehr bedeutungsvolle Wortewidmet Shakspear der schönen Seherin; sie ist beiihm nur eine gewöhnliche Unglücksprophetin, die mitWehegeschrei in der verfehmten Stadt umherläuft :

Ihr Auge rollt irre ,

Ihr Haar flattert wirre,

Wie Kigwra zeigt.