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entsprossen, brauche ich eben sowenig zu oben wiejene süssesten Klänge, womit der Schwan von Pesarodie verblutende Zärtlichkeit Desdemoma’s und dieschwarzen Flammen ihres Geliebten besungen hat! DieMalerei, wie überhaupt die zeichnenden Künste, habenden Ruhm unseres Dichters noch kärglicher unterstützt.Die sogenannte Shakspear-Gallerie in Pali-Mall zeugtzwar von dem guten Willen, aber zugleich von der kühlenOhnmacht der brittischen Maler. Es sind nüchterneDarstellungen, ganz im Geiste der ältern Franzosen,ohne den Geschmack, der sich bei diesen nie ganz ver-läugnet. Es gibt etwas, worin die Engländer eben solächerliche Pfuscher sind, wie in der Musik, das istnämlich die Malerei. Nur im Fache des Portraits habensie Ausgezeichnetes geleistet, und gar w enn sie das Por-trait mit dem Grabstichel, also nicht mit Farben, be-handeln können, übertreffen sie die Künstler des übri-gen Europa. Was ist der Grund jenes Phenomens,dass die Engländer, denen der Farbensinn so kümmer-lich versagt ist, dennoch die ausserordentlichstenZeich-ner sind, und Meisterstücke des Kupfer- und Stahlstichszu liefern vermögen ? Dass letzteres der Fall ist, bezeu-gen die nach Shakspear’sehen Dramen gezeichnetenPortraite von Frauen und Mädchen, die ich hier mit-theile, und deren Vortrefflichkeit w ohl keines Commen-tars bedarf. Von Commentar ist hier überhaupt amallerwenigsten die Rede. Die vorstehenden Rlätter soll-ten nur dem lieblichen Werke als flüchtige Einleitung,als Vorgruss, dienen, wie es Brauch und üblich ist. Ichbin der Pförtner, der Euch diese Gallerie aufschliesst,