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Baiern hat diese Erfahrung bereits schon sehr um»fassend gemacht. Wie in Frankreich führte auch hierder Drang der Umstände darauf hin. Der letzte fran»zdsische Krieg ließ mit dem Frieden so große Lückenin den Finanzen zurück, daß man gleichsam mit Ge-walt aufgefordert wurde, auf außerordentliche Hülfs-mittel zu denken. Vermdg höchsten Rescripts vomi8. Juny 1802 *') wurde der General - Landesdirektion
auf-
*) Sehr schin drückt sich dieses Rescripr über die damahli-ge Lage des Finanzwesens aus: „Die wahrend deinneunjährigen Kriege erwachsene Staatsschulden könnennach Unserer, und jedermanns Ueberzeugung augenblicklichweder durch allgemeine Auflagen, noch durch Ersparungc»getilgt werden. Erstere müssen zwar, so weit es mitBilligkeit, und ohne Zerrüttung des Wohlstandes einesjeden einzelnen Staatsbürgers, und letztere so weit esohne Nachtheil des Staates, und des landesfürstliche»Ansehens geschehen kann, eintreten, und daher haben Wirschon zum Theil, und werden zum Theil noch für jededieser primären und echten Hilfsquellen die erforderliche»Maßregeln ergreifen: allein die Lasten des Krieges warenso groß, daß die Deckung der aus denselben hervvrgezan-genen Staatskasse - Schulden und Lücken nicht nur alleindas jüngst eröffnete Staats - Anlehen von z Millionen,(welches dann in einer Fvlgenreihe von mehren, Jahre»aus den allgemeinen Auflagen und Ersparungen wiedergetilgt werden muß ) vollkommen aufgezehrt, sondern auchdie Staatskasse, welche alle bisher verfallene Fristen derdiese Summe übersteigenden Kriegsschulden bezahlen
muß.