kleine Flutlien in unsern Hafen sehr be-trächtlich.
Wenn das Weltmeer ein durch Umdre-hung entstandenes Spliäroid bedeckte, und"wenn es bey seinen Bewegungen keinen Wi-derstand litte, so wäre der Augenblick der vol-len See zugleich der des oberen oder unterenDurchgangs der Sonne durch den Mittagskreis;aber es verhält sich damit nicht so in der Na-tur, und die Localumstände bringen, selbstin sehr nahen Häfen, beträchtliche Verschie-denheiten in die Zeit der Fluthen. Um einerichtige Vorstellung von diesen Verschieden-lieiten zu erhalten, wollen wir uns eine mitdem Meere in Gemeinschaft stehende und sichtief in das veste Land hinein ziehende weiteRohre-vorstellen; man übersieht leicht, dafsdie wellenförmigen Bewegungen, welche anihrer Mündung Statt haben, sich allmälig durchihre ganze Länge hin fortpflanzen werden, sodafs die Figur ihrer Oberfläche durch eineReihe grofser in Bewegung begriffener Wel-len sich bilden wird, welche sich ohne Unter-lafs erneuern, und ihre Länge in Zeit voneinem halben Tage durchlaufen werden.Diese Wellen werden in jedem Punkte derRöhre eine Fluth und eine Ebbe bewirken,
welche