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Das Geschlecht von Bismarck
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382
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:;82 Oe. Gg. Schmidt, Das Geschlecht von Bismarck

seines Bruders auf Uenglingen. Sein Urenkel, Gr. Friedrichv. Bismarck-Bohlen (Nr. 317), verkaufte 1891 Uenglingen mitCharlottenhof an den Rittmeister Faber.

V a r z i n.

Dorf und Rittergut in Pommern mit 1399 Einwohnern, zumKreise Rummelsburg gehörig. Das Gut, zu welchem nach einemLehenbriefe von 1736 die halbe Pöppelsche Heide, das Recht, auf derWipper Holz zu flößen und ein Anteil an der Mühle zu Besnitznebst andern Gerechtigkeiten gehörten, wurde als ein ehemaliges Lehender v. Zitzewitz dein Oberpräsidenten Kaspar Otto t>. Massow und vondiesem 1693 dem Generalmajor Adam Joachim v. Podewils verkauft,der es mit seinen zwei Brüdern als ein neues Lehen erhielt. 1784befand es sich im Besitz des Kammerherrn Gr. Friedrich Wernerv. Podewils. Anfang des 19. Jahrhunderts ging es durch Heirat aneinen v. Blumenthal über, welcher den Besitz unter seine zwei Söhneteilte. Der ältere vertauschte seinen Anteil an den Fürsten von Hohen-zollern. Dieser Anteil ist jetzt Domäne. Die andere Hälfte erkaufte1867 von dem jüngeren Bruder der Fürst Bismarck und vergrößerteden Besitz durch Zukauf einiger anderer Güter. Die Kirche zu Wussow,zu welcher Varzin zugehört, ist uralt, wohl aus dem 14. Jahrhundert,mit einer v. Zitzewitzschen Gruft. Das Herrenhaus ist 1664 erbaut.In den vierziger Jahren des 18. Jahrhunderts wurde es durch Anbauder Flügel erweitert. 1874—1876 baute der Fürst einen neuen Flügelan, in welchem sich seine Zimmer befanden. Da einer der alten Flügelbaufällig wurde, hat Gr. Wilhelm (Nr. 404) ihn 1898—1901neu erbaut. 1905 wurde iin Park eine kleine Kapelle mit Friedhofals Erbbegräbnis errichtet.

Die Gesamtfläche von Varzin mit Pertinentien beträgt cm. 8000 Im.,wovon die Hälfte Wald ist. Zu dem Besitz gehören das Gut Seelitz,eingepfarrt nach Bartin mit 380 Einwohnern (nach Brüggemann altesLehen der v. Massow und 1784 dieser Familie gehörig), Misdowim Kreise Schlawe, früher im Besitz der Grafen v. Podewils, undChorow mit 168 Einwohnern, eingepfarrt nach Wussow, altes Lehender v. Lettow. Werner Ernst v. Lettow überließ 17. April 1717 einen