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Dis also Sanchez seine Meinung änd'erte, durste manseiner schändlichen Lehre ohne Sünde folgen, weil dieselbe pro-babel war, da Sanchez ein tloetor Z-r-nvis galt. Aber wasbrauchte der ehrwürdige Escobar den Koth wiederum auf-zuwühlen? Wahrscheinlich wollte er zeigen, daß des SanchezMeinung, so scheußlich sie auch war, doch durch einen ckoctorKi-avis probabel und in praxi lute werden könnte, was sie dennauch war, bis Sanchez sie aufgab.
18) „Sündigt Jemand, welcher bei einer erlaubten Handlungeine Befleckung leidet? Antwort: Gar nicht, weil diese Hand-lung nur durch Zufall darauf hinwirkt. Daher mache ich denSchluß, daß Jemand gar nicht verbunden sei, sich hitziger Spei-sen und Getränke, oes Reitens und dieser oder jener Art zu liegenzu enthalten, wenn er auch aus Erfahrung weiß, daß er sich dadurcheine Befleckung zuziche, aber in dieselbe nicht cinstimme/' ")
19) „Ist eine Befleckung Sünde, die, wie man vorausgc-sehen hat, entstanden ist aus unerlaubten Berührungen, abernicht erzielt worden ist? Antwort: Keincsweges, wenn sie ohneGefahr der Beistimmung geschieht; um den Verdacht der Unhöf-lichkeit zu vermeiden. So Sanchez." ^')
2V) „Gesetzt aber die Handlung, woraus die Befleckung er-folgt, sei eine unerlaubte, aber niHt durch Unzucht; ich fragenun, ob die daraus entstandene Befleckung eine Todsünde sei,selbst, wenn man sie vorhergesehen hat? z. B. Jemandsündigt schwer durch Fraß und Völlerei, muß er sich der da-durch verursachten Befleckung schuldig halten? Antwort: Durch-aus nicht, wenn sie gegen seine Absicht entsteht. Vas quez,"^)
21) Wenn die Handlung zwar nach dem sechsten Gebotesündlich, aber nur läßliche Sünde ist, z. B. eine leichte Be-rührung, ein Blick, Worte und eine etwas unzüchtige Lectüre?Antwort: Dann ist die dadurch entstandene, zwar vorhergesehene,aber nicht bezweckte Befleckung nur eine läßliche Sünde, weilsie aus einer leichtsündlichen Handlung durch Zufall hervdrgeht.So Tann er. Daraus schließe ich, daß ein Mädchen, welchesim Gespräche mit ihrem Bräutigam Liebesworte (verba smatoria)
22) Lscod. etc. u. 77, 24) jbi<l. 2 S) ikiä.