schloß ich diese Schrift entgegcnzusctzen. Hatten sic die Jesuitenohne Grund und Beleg bis zum Himmel erhoben, so wollteich als Kläger gegen dieselben vor unserem Wolke auftreten, aberzugleich jeden einzelnen Klagepunkt aus den Schrif-ten der Väter Jesu als den constatirten Klageactenund cks/rotr belegen. Dadurch wollte ich jene
hohle Lobhudelei zum Verstummen bringen, oder die Urheberderselben nöthigen, auf die Sache selbst einzugehen und die Je-suiten wirklich, d. h. mit Beweisen und nicht zum Scheine,d. h. mit Phrasen zu vertheidigen.
Aber dieses ist nicht der einzige Grund, der mich zur Ver-öffentlichung meiner Schrift bewog. Ich liebe aus tiefster Seeledie katholische Religion und die in ihr gelehrte christliche Sittcn-lehre. Mich hatten empört die furchtbaren Verwüstungen undZerrüttungen, die der Orden Jesu in ihr angerichtet hatte. Undnun erhebt sich in meiner Kirche eine Partei und fordert dieZurückberufung eben dieses Ordens. Sollte ich schweigen, daich reden konnte? sollte ich zusehen, daß ein Orden sich wiederin unsere Gauen einniste, der die Sitten durch seine Sittenlehrein der Wurzel vergiftete, welcher der heiligen Lehre Jesu Hohnsprach und der die edelsten und heilsamsten Institute unserer Kircheverzerrte, zerstörte und ihnen offen vor der Welt Hohn sprach?Ich liebe mein Vaterland, ich liebe unser edles deutsches Volk;ich hörte, daß eine Partei in demselben die Jesuiten wieder überdasselbe führen, ihm die Erziehung unserer Jugend, die religiöseLeitung unseres Volkes wieder in die Hände legen wollte. Sollteich schweigen, da ich reden konnte, da ich die Beweise vor mirliegen hatte, daß dieser Orden Jugend und Volk verderben undihm namentlich einen glühenden Haß gegen unsere protestanti-schen Mitbrüdcr im Vaterlande einslößen, die Pest des Fana-tismus den harmlosen Gemächern einimpfen und, Frieden, Ein-tracht und Liebe zerstörend, die Kraft Deutschlands zerbrechenwürde? Ich hielt cs für meine Pflicht, zu reden, offen vor un-serem Volke zu reden, um es zu warnen vor einem Orden, der