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merken, wenn Cartesius Voraussetzung statt fände, wo-von uns doch die Erfahrung das Gegentheil lehrt.
§. 455. Herrn Leonhard tLulers Erklärung über
diese schwere Sache ist wahrscheinlich richtiger, da sich ver-schiedene bey den vorigen Hypothesen findende Schwierig-keiten dabey leichter heben lassen. Er nimmt an, daß diekleinsten Theile der Feuermarerie (nach unserer obigen Vor-aussetzung, der Licktmaterie) der Sonne in einer heftigenzitternden Bewegung sind; diese wird den der Sonne zunächstangränzcnden Theilen des AetherS, welcher als eine höchstsubtile, flüßige und dabey elastische Materie, den Raumzwischen den Planeten anfüllt, mitgetheilt, von diesen er-halten jene Erschütterung, nach und nach die in einem immergrößern Abstände liegenden und so pflanzt sich das Licht durchden Aether auf eine ähnliche Art, wie der Schall durch unsereLuft, obgleich wegen der viel subnlern Materie des Aethers,ungemein schneller, biö zu der Erde und andern Planeten fort,so daß hiebey eben so wenig wirkliche Lichtausflüsse erfolgen,alsbeym Schall einer Glocke, Theile aus derselben zu unsernOH-ren kommen. HerrEuler halt auch die Dichtigkeit des Aethers400 Mill. mal geringer als d,e Dichtigkeit der Luft und berech-net daraus, daß die Ela^iicität desselben wenigstens lovomalgrößer scyn müsse, als die Elasticitat der Luft. Eine weitereUntersuchung der wichtigen Materie vom Lichte, der Theorievon der Sichtbarkeit dunkler Körper und der Entstehung derFarben w. fordert eigentlich in einer Naturlehre ihren Platz.
Z. 456. Dem Astronomen kömmt es hingegen destomehr zu, zu zeigen, daß das Licht nicht augenblicklich son-