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kann in allen Ständen als unveränderlich betrachtet werden,da der Unterschied desselben im Horizont und im Zenilh,höchstens nur- Min. ist. Desto mehr aber entsteht dieFrage, warum denn der Astronom sowol als der des Him:mclslaufes völlig Unkundige, Sonne und Mond beym Anst-und Untergang ansehnlich größer zu sehen glaubt *).

§. zzo. Hiebe«) ist zuerst zu merken, daß zufolge dertaglichen Erfahrung unsere Bcurthcilung über die wirklicheGröße entlegener Gegenstände sich nicht blos nach dem Sehe»Winkel richtet, unter welchem sich dieselben im Auge abbilden,denn das Bild eines kleinen nahe vor mir stehenden Thiereskann das von einem entfernter» größern in meinem Augovielmal übertreffen, und gleichwol werde ich durch eine vonJugend auf gemachte Erfahrung das letztere als größer er-kennen und diese Schätzung wird auch bey einem unbekann-ten Thiere um so viel richtiger ftyn, je genauer mir dessenEntfernung bekannt ist. Allein wenn die Kenntniß der letz-tern fehlt, oder zufallige Umstände mir eine unrichtige Vor-stellung dieser Entfernung beibringen, dann geraths ich inGefahr mir von der muchmaßlichen Größe des entlegenenGegenstandes eben so unrichtige Begriffe zu machen, undich werde solchen um so viel größer als er wirklich nach op-tischen Regeln erscheinen müßte,, zu sehen glauben, als ich

H Denn wenn wirklich diese Himmelskörper sich am Horizont soansehnlich vergrößert darstellen als es das Ansehen hat, so wärees ja nicht möglich B. den Mond durch ein Fernrohr welchesihn hoch am Himmel genau faßt, auch noch am HoriMt ganzßl» ubersehen, wie doch die Erfahrung bestätigt.

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