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§. 28z. Ob nun gleich die Zunahme der Grade gegendie Pole und die dortige abgeplattete Gestalt der Erde durchdiese Gradmessungen, außer allem Zweifel gesetzt worden, soist es doch zur genauen Berechnung der wahren Größe derErde lange nicht gering, die Größe von einigen Graden desMeridians gefunden zu haben, denn hiezn wird der ganzeUmfang eines Meridians, dessen genaue Krümmungsgestaltund das Verhältnis; derErdaxe zumDurchmesser desAeaua-tors, als bekannt vorausgesetzt. Hierin weichen aber dieUntersuchnngsresultate der Astronomen und Geometer merk-lich voneinander ab, je nachdem die Gestalt der Erdmeridiansund jenes Verhaltniß, auf eine verschiedene Art aus denZusammenstellungen der Beobachtungen hergeleitet worden.Man hat unterdessen diese Gradmessungen mit den vorhinangeführten Pendulversuchen und den allgemeinen Gesetzender Schwere so viel möglich in Verbindung zu bringen ge-sucht, den Erdkörper durchaus von gleicher Dichtigkeit ge-setzt, seinen Meridianen eine elliptische Gestalt gegeben,also die Erde selbst als eine Ellipsoide betrachtet und dannnach den Regeln der höhern Geometrie, Umfang, Durch-messer und Größe desselben bestimmt.
§. 284. Bey Berechnung der Größe der Erde im all.gemeinen, kann man solche als eine vollkommene Kugelansehen, und Kürze halber das Mittel ausser äußersten inNorden und unterm Aequator beobachteten Größe des Me-ridiansgrades dabei) zum Grunde legen. Um der Warheit
bey den Gradmessungen in Frankreich, Peru, Lappland und amVorgebirge d.M. Hoffnung, nach einsrley Maßstab, entworfen.