Druckschrift 
1 (1793)
Seite
105
Einzelbild herunterladen
 

( 105 )

zu gebrauchen und diese Stunden sind als wahre Sonnen-stunden, wenn von der Sonne; als Mondstunden wennvom Mond; als Scernstunden wenn von den Fixsternen wdie Rede ist, zu nehmen.

Von der Zeitgleichung.

§. 184.

Der für jeden Augenblick sich ergebende Unterschied zwi-schen der wahren und Mittlern Zeit heißt bcy den Astrono-men dieZeitgleichung, Man stelle sich hiebey zu mehrererDeurltchkeit noch eine erdichtete oder mittlere Sonne vor,welche im Aeqnator raglich zch 8" gegen Osten fortrückt, sofolgt, aus dem oben gesagten, daß solche mit der wahrenSonne zugleich genatz nach Verfluß eines Jahres ihren Um-lauf am Himmel vollenden und inzwischen bald die wahre,bald die erdichtete Sonne den Meridian früher erreichenwurde, und dann könnte es sich auch zuweilen treffen, daßbeyde in einem Augenblick culminiren. Käme die mittlereSonne in den Meridian, so träfe der mittlere Mittag ein,den alle Taschen- und Pcnduluhren angeben müssen, erreichtaber die wahre Sonne diesen Kreis, so wäre der wahreMittag den alle Sonnenuhren weisen und der Zeitunterschicdzwischen beyder Lulmiimrion hieße die Zeitgleichung, welche owird, wenn die erdichtete oder mittlere Sonne mit der wah-ren zugleich im Meridian steht. Da ferner der mit einen,Himmelskörper gemeinschaftlich culminirendePnnct des Ae-quatorffdie gerade Aufsteigung desselben ist (§ ioo.) sowirdgleichfalls der Unterschied zwischen der mittleren gercp

G 5