Druckschrift 
Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten
Entstehung
Seite
82
Einzelbild herunterladen
 

8!

aber mit einem durch Philosophie geläutertenBlicke erforschen; man muß seine Augenrund um sich herum richten, und seine Zeit-genossen beobachten. Dieser lezte Theil der fürdie Gesellschaft Nothwendigcn Kenntuiß istdemnach blos historisch.

Die drei angezeigten Arten der Erkenntnisvereinigt gedacht und ausser der Vereini-gung stiften sie nur geringen Nutzen machendas aus, was man Gelehrsamkeit nennt, oderwenigstens ausschließend nennen sollte; undderjenige, der sein Leben der Erwerbung dieserKenntnisse widmet, heißt ein Gelehrter.

Eben nicht jeder einzelne muß, nach jenendrei Arten der Erkenntnis;, den ganzen Um-fang des menschlichen Wissens umfassen ---das wurde gröstentheilS unmöglich, und ebendarum, weil es unmöglich ist, würde dasBestreben darnach fruchtlos seyN und das gan-ze Leben eines Mitgliedes das der Gesell-schaft nüzlich hatte werden können ohneGewinn für selbige verschwenden. EinzelneMögen sich einzelne Thcile jenes Gebiets ab-stecken ;