— 29 -
Deutschland, und zweitens England. Nun habensich die Dinge aber durch Verhältnisse, Verhandlun-gen und Zettelungen der mannigfaltigsten Art, worinTalleprand wieder als die Hauptfigur gespielt hat,so seltsam gedreht, daß die französische Regierungein junggeschaffenes Königreich Belgien als ihreSchöpfung, ja fast als ihre Landschaft, und denKönig Leopold, sonst Prinzen von Koburg, als ih-ren Schützling ansieht. Er ist mit einer Tochteraus dem französischen Königshause vermählt; diefranzösischen Bourbone, Prinzen und Prinzessinnen,fahren hin und her zu und von Laken und Brüsselgleichsam als französische^ Schlössern und Königs-sitzen; französische. Feldherren und Officiere befehli-gen das belgische Heer und sitzen in Belgiens Fe-stungen als Kommandanten; und wird die Regie-rung in Paris von den verschiedenen Partheien indie Enge getrieben und die Klage erhoben, als habesie für die glolre und gloriulo tran^also nicht ge-nug gethan, als habe sie mit dem hohen Geist unddem höhern Berufe ihres Volks nicht den Gleich-schritt gehalten, so weist sie statt aller Antwort nurauf Belgien hin, immer andeutend: dieß sey nurder erste Aufmarsch, die politischen und diplomati-schen Geschicke Frankreichs werden sich mit der Zeit