les, was natürlich hieraus folgt und was für denNichtdenker wieder dem Scheine dient. Wir schauenmit Beben hinter einen verhüllenden Schleier —Gott weiß alles, und wird die armen Sterblichenmit Barmherzigkeit richten; aber frage Deine eigneErfahrung — der wahren reinen Gläubigen sindvon jeher wenige gewesen.
Auch Deine Ansicht vom Adel ist mir nachoben hinaus doch etwas zu ideal und naturhistorischzu mystisch- Jegliches Ding wird ja nur durchThat und Leben erklärt und verklärt; und ich habediesen Edelmann, wie Du ihn meinst und ihn Direinbildest — ich sage vorbildest — in der Geschichtenur in wenigen höchst seltenen Eremplaren gefunden.Auch wüßte ich nicht, daß der Franzos, Spanier,Engländer und Schwede in seiner beßcren Zeit beiganz anderer politischer Staatsemwickelung, als dieweiland deutsche war, nicht eben so Tapfres, Ed-les und Hohes gezeigt hätte. Was nun vollendsdie fromme Gcmüthlichkeit und stille Glückseligkeitbetrifft, die der Bauer in der Hörigkeit und Ge-bundenheit unter dem Adel entwickelt und besessenhaben soll, so muß ich Dir da noch viel mehr undaus viel ernsterer Ueberzeugung widersprechen. Deralrc germanische Landmann, der große und der kleine,