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5 (1855) Vermische Schriften : erste Abtheilung
Entstehung
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der Urin des Teufels. Auch das Zeichen des Kreuzes machen die Hexe», aberganz verkehrt und mit der linken Hand; die von der romanischen Zunge spre-chen dabei die Worte: "In nomine xntriaa arnguoaoo xotriea, agorn, agorn,Valentin, jouanclo gonre gaits gonstin" welches so viel heißt wie:Im Na-men des Patrike, des Pctrikc, von Aragonicu, zu dieser Stunde, zu dieserStunde, Valencia, all' unser Elend ist vorbei!" Zur Verhöhnung der gött-lichen Lehre von der Liebe und Vergebung erhebt der höllische Bock zuletzt seinefurchtbarste Donnerstimme und ruft:Rächt Euch, rächt Euch, sonst müßtIhr sterben!" Dieses sind die sacramcntalcn Worte, womit er den Heren-convent aufhebt, und um den erhabensten Akt der Passion zu parodircu, willauch der Antichrist sich selbst zum Opfer bringen, aber nicht zum Heil, sondernzum Unheil der Menschheit: der Bock verbrennt sich endlich selbst, er lodert aufmit großem Flammengcprasscl, und von seiner Asche sucht jede Hexe eine Hand-voll zu erhaschen, um sie zu späteren Malcsizien zu gebrauchen. Der Ballund der Schmaus sind alsdann zu Ende, der Hahn kräht, die Damen fangenau sehr zu frieren, und wie sie gekommen, so fahren sie von dannen, aber nochschneller, und manche Frau Hexe legt sich wieder zu Bette zu ihrem schnarchen-den Gcmahle, der cS nicht bemerkt hatte, daß nur ein Scheit Holz, welches dieGestalt seiner Ehehälfte angenommen, in ihrer Abwesenheit an seiner Seite lag.

Auch ich will mich jetzt zu Bette begeben, denn ich habe, thcurcr Freund,bis tief in die Nacht hinein geschrieben, um die Notizen zusammenzustellen,die Sic aufgezeichnet zu sehen wünschten. Ich habe weniger dabei an einenTheatcrdircktor gedacht, der mein Ballet auf die Bühne bringen soll, als viel-mehr an den Gentleman von hoher Bildung, den alles intcrcssirt, was Kunstund Gedanken ist. Ja, mein Freund, Sie verstehen den flüchtigsten Winkdes Dichters, und jedes Wort von Ihnen ist wieder befruchtend für diesen.Es ist mir unbegreiflich, wie Sie, der erprobt praktische Geschäftsmann, dochzugleich mit jenem außerordentlichen Sinn für das Schöne begabt sein konn-ten, und noch mehr erstaune ich darüber, wie Sic unter allen TribulazionenIhrer Berufsthätigkeit sich so viel Liebe und Begeisterung für Poesie zu erhal-ten wußten!