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Anwendungen.
des Meeres oder von Seen verdient auch hier eine Erwäh-nung. Versenkt man eine Kette aus Kupfer und Eisendraht,die mit ihren einen Enden zusammengelöthet sind und mit ih-ren andern Enden mit den Drähten eines Multiplicators inVerbindung stehn, welche Löthstellen die Temperatur der Lufthaben, in das Meer, so w'ird , so wie die untere Löthstelleallmälig in Schichten von abweichender Temperatur gelangtund diese annimmt, die Magnetnadel durch den Grad und dieArt ihrer Ablenkung diese Temperaturdilferenz anzeigen. In-zwischen möchten wir bezweifeln, dafs bei den geringen Dif-ferenzen der Temperatur, die man auf diese Weise auszumit-teln hat, und bei der grofsen Ausdehnung der thermoelektri-schen Kette, wenn sie in grofse Tiefen versenkt wird, derthermoelektrische Strom stark genug ist, um die Magnetnadelzu afliciren. Nur durch eine sehr starke künstliche Erkältungder obern Löthstelle würde man etw'a den Strom verstärkenund die Temperaturdifferenz bestimmen können.
Die thermomagnetische Kette kann auch dazu dienen, aufeine leichte Art die Reinheit oder Versetzung gewisser Metalledurch die Stelle, welche sie in der thermomagnetischen Reiheeinnehmen, ausznmitteln. Seebeck 1 hat in dieser Hinsichtbesonders das Platin hervorgehoben. Ganz reines Platin liegtin der Reihe dem negativen oder östlichen Ende sehr nahe,es nimmt den 5ten Platz hinter dem Palladium ein, verhältsich gegen Gold und Kupfer negativ, w'ährend mit andernMetallen, besonders mit Arsenik, verunreinigtes Platin sehrviel tiefer, dem positiven (westlichen) Ende näher steht undsich gegen Gold und Kupfer vielmehr positiv verhält. Für denTechniker wird eine auf diese Art angestellte Prüfung seinerGerathschaften aus Platin nicht ohne Nutzen seyn 5 doch machtSeebeck, darauf aufmerksam, dafs diese Versuche nur bei nie-drigem Temperaturunterschieden angestellt werden dürfen, dasich in höheren Temperaturen das Verhalten abändert.
P.
1 Schweigger’s Journ» N. R. Th. XVI. S. 1.