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Buch der Lieder
Entstehung
Seite
331
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WI

Und das rothe, flammende SonnenherzGoß seine GnadcnstrahlenUnd sein holdes, liebseliges Licht,

Erleuchtend und wärmend,lieber Land und Meer.

Glockenklänge zogen feierlichHin und her, zogen wie Schwäne,An Rosenbändern, das gleitende Schiff,Und zogen es spielend an's grüne Ufer,Wo Menschen wohnen, in hochgethürmter,Ragender Stadt.

O Friedenswnnder! Wie still die Stadt!Es ruhte das dumpfe GeräuschDer schwatzenden, schwülen Gewerbe,Und durch die reinen, hallenden StraßenWandelten Menschen, weißgekleidete,Palmzweig-tragende,

Und wo sich Zwei begegneten,

Sahn sie sich an, verständnißinnig.Und schauernd, in Liebe und süßer Entsagung,Küßten sie sich auf die Stirne,

Und schauten hinaufNach des Heilands Sonnenherzen,