158
Der Traumgott bracht' mich in ein Niesenschloß/Wo schwüler Zanberduft und Lichterschimmer,Und bunte Menschenwoge sich ergoßDurch labyrinthisch vielverschlungne Zimmer.Die Ausgangspforte sucht der bleiche Troß,Mit Händcringeu und mit Angstgewimmer.Jungsrau'n und Ritter ragen aus der Menge,Ich selbst bin fortgczogcn im Gedränge.
Doch plötzlich steh' ich ganz allein, und seh',Und staun', wie schnell die Menge könnt' verschwinden,Und wandre fort allein, und eil', und geh'
Durch die Gemächer, die sich seltsam winden.
Mein Fuß wird Blei, im Herzen Angst und Weh,Verzweifl' ich fast den Ausgang je zu finden.Da komm' ich endlich an das letzte Thor;
Ich will hinaus — o Gott, wer steht davor!