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Buch der Lieder
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Der wunde Ritter.

Ich weiß eine alte Kunde,Die hallet dumpf und trüb':Ein Ritter liegt liebeswunde.

Doch treulos ist sein Lieb.

Als treulos muß er verachtenDie eigne Herzliebste sein,Als schimpflich muß er betrachtenDie eigne LiebeSpein.

Er möcht' in die Schranken reiten,Und rufen die Ritter zum Streit:Der mag sich zum Kampfe bereiten,Wer mein Lieb eines Makels zeih't!

Da würden wohl Alle schweigen,Nur nicht sein eigener Schmerz;Da müßt' er die Lanze neigenWider'S eigne klagende Herz.